SV Halver II chancenlos gegen SF Neuenrade II

Am Samstag trafen in der 2. Runde des Viererpokals der SV Halver II, der  in der 1.Runde überraschend das Verbandsklassenteam SC Schalksmühle-Hülscheid I aus dem Wettbewerb warf, auf das favorisierte Verbandsklassenteam SF Neuenrade I. Leider meldete sich, der für das erste Brett von Halver vorgesehene, Olaf Weinreich krankheitsbedingt ab. Daher musste Youngster Patrick Raatz am dritten Brett einspringen. Die Neuenrader Spieler wiesen an allen Brettern jeweils fast 400 DWZ mehr auf.

Die erste Entscheidung fiel schon nach einer Stunde und zwanzig Minuten Spielzeit am vierten Brett. Mannschaftsführer Lothar Mirus vernachlässigte mit schwarz in der „französischen Partie“ seinen Königsflügel. Nach der Rochade von Mirus konnte Dimitrios Lanaras mit seinen weißen Läufer auf h7 einschlagen. Das Figurenofer nahm Mirus nicht an, um nicht nach 5 weiteren Zügen schon „Matt“ zu stehen. Lanaras verbesserte durch drei weitere starke Züge seinen  Angriff auf Mirus König. Genervt griff Mirus im 11. Zug fehl und gab sofort auf, weil Lanaras sonst im nächsten Zug schön „Mattgesetzt“ hätte.

Die nächste Entscheidung fiel zwanzig Minuten später am zweiten Brett. Tim Rewitz spielte gegen den starken Rainer Bialas eine sehr passive Eröffnung. Bialas verbesserte als „Schwarzer“ kontinuierlich seine Stellung. Im 21. Zug konnte er dann einen gefesselten Springer von Rewitz abholen. Nach zwei weiteren Bauerngewinnen gab Rewitz nach zwei Stunden und 10 Minuten auf.

Am ersten Brett spielte Vasilios Lanaras eine scharfe Angrifspartie gegen Pornchai Ertelt mit e4. Bis ins Mittelspiel konnte sich Ertelt noch einigermaßen gut verteidigen, doch nach 24 Zügen Konnte Lanaras zwei Bauern im Zentrum und am Königsflügel gewinnen, mit weiterer Option auf einen Springergewinn. In dieser Stellung griff Ertelt fehl, was einen Damenabtausch mit anschließendem Figurengewinn für Lanaras bedeutete. In dieser Stellung gab Ertelt enttäuscht auf. Dieser Punktgewinn war gleichzeitig die Entscheidung in diesem Pokalfight zugunsten von Neuenrade.

In der längsten Partie des Nachmittags spielte Patrick Raatz mit weiß eine gute Eröffnung gegen Hans-Peter Schulze. Bis zum Mittelspiel hatte Raatz eine etwas bessere Stellung. Nach Leichtfigurentausch auf Schulzes Königsflügel bekam Raatz einen schwachen Bauern auf seinem Damenflügel. Um diesen Bauern zu verteidigen, machte Raatz zwei schwache Züge mit Dame und Turm. In dieser Stellung konnte Schulze den zentralen D4 Bauern von Raatz gewinnen. Danach zwang Schulze seinen Gegner zum Damen- und Turmtausch, welches Ihm ein gewonnenes Bauernendspiel  bescherte. Nach drei Stunden und zehn Minuten Spielzeit gratulierte Raatz seinem Gegner zum vierten Punktgewinn.

Mit diesem 4 zu 0 Sieg sind die SF Neuenrade 1 ungefährdet ihrer Favoritenrolle gerecht geworden.

Lothar Mirus